Serie

Historisches und architektonisches Esch (66): Escher Badeanstalt

Die Geschichte der Escher Badeanstalt begann bereits 1885, als Théodore Scheidweiler auf dem Gelände, auf dem sich später die Sternberg-Läden befanden, ein Badehaus eröffnete, das als öffentliche Hygieneeinrichtung diente. Kurze Zeit später, im Jahr 1890, errichtete derselbe Scheidweiler am Zusammenfluss des Béler-Baches mit der Alzette das erste Freibad der Stadt, das sich an der heutigen Ecke Kanalstraße/Dicksstraße befand. Die rasche Expansion der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließ diese Sportstätte verschwinden. Mit der Gründung des ERA-Schwimmclubs entstand 1925 das Freibad in der rue d’Audun an der französisch-luxemburgischen Grenze, das bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb war.

 Die abgerundete Fassade im Art-déco-Stil mit dem Haupteingang

 Die abgerundete Fassade im Art-déco-Stil mit dem Haupteingang Foto: Christof Weber, 2015

Die Bauarbeiten am Stadtbad begannen 1939, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, und wurden durch den Krieg unterbrochen. Während des Krieges waren dort auf Befehl der nationalsozialistischen Besatzer Luftschutzbunkerräume eingerichtet worden. Der Plan des Ortsgruppenleiters Koetz, dort sein eigenes Bunkerbüro einzurichten, wurde von einheimischen Jugendlichen vereitelt, die die Räumlichkeiten verwüsteten. Nach der Befreiung richtete die amerikanische Armee dort ihre Wäscherei ein.

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