Serie
Historisches und architektonisches Esch (65): 1940-1944, das andere Esch
Zahlen sind unsicher, sie werden regelmäßig revidiert. Auch verschwindet schnell die Person mit ihrem Schicksal in den sauber geordneten Listen und Statistiken. Trotzdem zeichnen sie ein grobes Bild einer Situation.
Esch, Alzettestraße, Ort der ersten Tagung des Standgerichts, heute Centre Mercure Foto: Christof Weber, 2015
Nach dem Krieg zieht die Stadt Esch Bilanz: Von 340 Eschern in deutschen Konzentrationslagern und Gefängnissen (53 Frauen) kommen 56 nicht zurück (acht Frauen). Von 1364 in die Wehrmacht Einberufenen kehren 378 nicht heim, 261 haben sich dem Wehrdienst entzogen oder sind desertiert. Als „morts pour la patrie“ zählen 354 Personen (49 Frauen). Eine Liste der wegen Kollaboration Internierten (1945/46) umfasst 550 Namen.