Zwei Marabus im Parc Merveilleux

Heidi und Peter: Warum diese ungewöhnlichen Störche einen Sicherheitsabstand brauchen

Nackter Kopf, gewaltiger Schnabel, Aas auf dem Speiseplan: Der Marabu ist kein klassisch eleganter Storch. Sein ungewöhnliches Aussehen hat jedoch seinen Zweck – und eines der beiden Tiere im „Parc Merveilleux“ stellte sogar schon seine Flugkünste unter Beweis.

Mit einer Flügelspannweite von annähernd drei Metern gehört der Marabu zu den größten Vertretern der Störche

Mit einer Flügelspannweite von annähernd drei Metern gehört der Marabu zu den größten Vertretern der Störche Foto: Carole Theisen

„Oh, die sehen eklig aus.“ Tierarzt Guy Willems erinnert sich noch gut an diesen Kommentar bei einem Rundgang durch den Park. Die Frau eines Verwaltungsratsmitglieds konnte mit dem Anblick der Marabus wenig anfangen. Ihr Mann reagierte scherzhaft – und schlug ausgerechnet vor, solche Vögel für den „Parc Merveilleux“ anzuschaffen. Aus dem Witz wurde schließlich Realität: Seit 2012 gehören Marabus zum Tierbestand des Parks.

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Beim Marabu lohnt es sich allerdings, andere Maßstäbe anzulegen. Der Storch ist auf eine Lebensweise spezialisiert, bei der ein dicht befiederter Kopf eher hinderlich wäre. Als Aasfresser steckt er seinen Kopf tief in Kadaver. Die weitgehend kahle Haut lässt sich dabei leichter sauber halten als Federn. Daneben frisst der Marabu unter anderem Fische, Amphibien, Insekten, Eier und kleinere Wirbeltiere.

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