Literaturkritik
Guy Rewenig geht in „Bärenklau“ auf Kriegszug gegen „Sensitivity Reader“
Klein, aber giftig, so könnte man Guy Rewenigs Büchlein „Bärenklau“ nennen: Bissig, ironisch und bisweilen überzogen, zieht der Autor gegen die politische Korrektheit vom Leder.
Guy Rewenig: Gegen „Sensibilitätsleser“ hilft „Bärenklau“ Foto: Tageblatt-Archiv
Ein vorgekautes Steak schmeckt nicht ganz so gut wie eine bluttriefende Picanha. Dem wird wohl jeder Fleischliebhaber zustimmen. Auch ist der Nitratgehalt von Tiefkühlspinat geringer als in frischem Spinat. Doch wie ist es mit der Literatur, seit die Verlage Sensitivity Reader beschäftigen, die Romane oder Sachbücher nach Formulierungen durchsuchen, die Anstoß erregen könnten?