Esch2022
Gute Minett zum bösen Spiel
Nachdem eine Zeit lang die von Bürgermeister und Vorstandspräsident Georges Mischo ersehnte Ruhe einkehrte, brodelt es seit geraumer Zeit wieder im Dossier Esch2022. Die schlechte Nachricht: Um Kultur geht es immer noch nicht.
Ein mögliches Plakat für die Serien-Verfilmung? Foto: Julien Garroy / Editpress
Wenn der Kulturredakteur nicht mehr über das Escher Theater schreiben kann, bleibt ihm immer noch das Theater in Esch. Schon vor Monaten – kurz nach dem Weggang des Künstlerischen Koordinators Charles Wennig – kursierten Gerüchte, der Künstlerische Leiter Christian Mosar wäre kurz davor, das Handtuch zu schmeißen. Insider berichteten, die Luft zwischen Nancy Braun und Christian Mosar wäre so dick, dass man sie mit dem Messer schneiden könne. Gleichzeitig holte man Françoise Poos als Leiterin des Kulturprogramms mit an Bord, es wirkte, als wolle man Mosar, der bereits seit Monaten nicht mehr als Nancy Brauns rechte Hand auftrat und auch bei rezenten Pressevorstellungen abwesend war, (nicht ganz so) diskret aufs Abstellgleis schieben. Damals dementierte Mosar die Gerüchte: Das Projekt liege ihm zu sehr am Herzen, um es aufzugeben. Dass Mosar und Braun verkracht wären – dieses Gerede zirkulierte weiterhin äußerst hartnäckig in der Kulturszene.