Tierrettung
„Groupe de sauvetage animalier“ des CGDIS hilft bei Notfällen mit Tieren
Kühe im Stausee, Klapperschlangen in Kläranlagen und vor kurzem auch ein Känguru im Müllerthal: Für Jean Schoos, „Chef de groupe“ des „Groupe de sauvetage animalier“ (GSAN), gehören außergewöhnliche Situationen bei der Tierrettung zum Alltag. Im Gespräch mit dem Tageblatt erklärt er unter anderem, in welchen Situationen der GSAN im Einsatz ist und worauf es bei der Tierrettung ankommt.
Vor ein paar Wochen wurde eine Kuh aus dem Stausee gerettet Foto: CGDIS
Jean Schoos ist nicht nur Tierarzt, sondern seit knapp 40 Jahren auch als freiwilliger Feuerwehrmann tätig. Seit Anfang 2012 ist er „Chef de groupe“ des GSAN, einer von zehn „Groupes d’intervention spécialisés“ (GIS) des CGDIS. Seine Gruppe verfügt zurzeit über rund 20 freiwillige Mitglieder, darunter überwiegend Feuerwehrleute sowie fünf Tierärzte, die dezentral verteilt sind. Ihre Aufgabe: Das CGDIS bei Notfällen, in denen Tiere involviert sind, zu unterstützen. Rund zwei- bis dreimal im Monat muss der GSAN anrücken, wenn Tiere ausgebüxt oder in Gefahr sind. Die Einsätze seien jedoch sehr unregelmäßig. „Es gibt Monate, in denen wir jede Woche im Einsatz sind, und welche, in denen überhaupt nichts passiert“, so Schoos.