Protestaktion in Schengen

Grenzgemeinden wehren sich gegen Kontrollen

Die Vertreter der Grenzgemeinden Apach, Perl und Schengen unterschrieben am Samstag eine gemeinsame Erklärung (siehe Kasten) gegen die Grenzkontrollen, welche ihren Bürgern das Leben erheblich erschweren. Am Samstag trafen sie sich dazu in Schengen.

Sie wollen den Geist von Schengen aufrechterhalten: Ralf Uhlenbruch, Bürgermeister von Perl (l.), und sein Homologe aus Schengen, Michel Gloden (M.)

Sie wollen den Geist von Schengen aufrechterhalten: Ralf Uhlenbruch, Bürgermeister von Perl (l.), und sein Homologe aus Schengen, Michel Gloden (M.) Foto: Editpress/Julien Garroy

Der Bürgermeister von Perl, Ralf Uhlenbruch, weiß vom Unmut seiner Bürger. Fast jeden Tag erhalte er Beschwerden wegen der Grenzkontrollen, verrät er dem Tageblatt. „Es gibt ein Zusammenleben über die Grenzen hinweg. Wir sind ein eng aufeinander abgestimmter Lebensraum. Diese Aktion ist eine Aktion für unsere Zukunft.“ Uhlenbruch kennt die Vorzüge offener Grenze nur allzu gut. Perl zähle mittlerweile 9.600 Einwohner, etwa 3.000 davon seien Luxemburger, wohl noch mehr fahren tagtäglich zur Arbeit ins Großherzogtum. „Wenn wir nicht mit dem guten Beispiel vorangingen, wäre das nicht gut.“ Man wisse zwar, welchem Zweck diese Grenzkontrollen dienen sollen, aber illegale Migration könne man auch auf andere Art bekämpfen.

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