Kino

„Gladiator II“ knüpft an einen Filmklassiker an, doch gelingt die Fortsetzung?

24 Jahre nach „Gladiator“ ist eine Fortsetzung des erfolgreichen Sandalenfilms von Ridley Scott in die Kinos gekommen. „Gladiator“ galt lange Zeit aufgrund seines klassischen Erzählprinzips und seiner narrativen Geschlossenheit als ein Einzelwerk, dem keine Fortsetzung mehr anzuheften sei. „Gladiator II“ pendelt zwischen technologischer Innovation und erzählerischer Überlast.

Pedro Pascal and Paul Mescal in „Gladiator II“ (2024)

Pedro Pascal and Paul Mescal in „Gladiator II“ (2024) Quelle: imdb.com

Als Ridley Scott 2000 mit „Gladiator“ einen Welterfolg verzeichnete, war der Sandalenfilm wiederbelebt und zugleich zu Grabe getragen. Die Kombination aus fesselnder Handlung, historischer Kulisse und beeindruckender Tricktechnik hat „Gladiator“ zu einem zeitlosen Klassiker gemacht. Die Geschichte des gefeierten Feldherrn Maximus, der zum Sklaven und Gladiator wird, um den bösen Imperator zu bezwingen, bot die klassische Heldenreise, die sich obendrein selbstreflexiv verhielt. „Gladiator“ stand prototypisch für eine neue Tendenz des kommerziellen Unterhaltungskinos Ende der Neunzigerjahre. Er verführte über sein Themenfeld aus Unterhaltung und Spektakel zu sich selbst. Die Arena des Kolosseums verschmolz mit der Leinwand des Kinosaals.

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