Politische Literatur

Gipfeltreffen der Meisterdenker Piketty und Sandel: Eine Diskussion über „Die Kämpfe der Zukunft“

In dem Buch „Die Kämpfe der Zukunft“ sprechen zwei Meisterdenker, der Franzose Thomas Piketty und der US-Amerikaner Michael J. Sandel, in der Paris School of Economics im Mai 2024 über gesellschaftliche Probleme unserer Zeit, die allesamt auf die gestiegene soziale Ungleichheit im gegenwärtigen Kapitalismus zurückzuführen sind.

Postfordismus: Am 14. Mai standen Mitarbeiter mit brennenden Fackeln beim ersten Streik vor den Kölner Ford-Werken. Die Protestaktion richtete sich gegen den geplanten Stellenabbau an dem Standort mit 11.500 Beschäftigten.

Postfordismus: Am 14. Mai standen Mitarbeiter mit brennenden Fackeln beim ersten Streik vor den Kölner Ford-Werken. Die Protestaktion richtete sich gegen den geplanten Stellenabbau an dem Standort mit 11.500 Beschäftigten. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

„It’s the economy, stupid!“ Es war dieser berühmt gewordene und inzwischen unsäglich oft zitierte Slogan des Wahlkampfstrategen James Carville, mit dem Bill Clinton 1992 die US-Präsidentschaftswahl gewann – und der besagt, dass Wirtschaftsfragen Wahlen entscheiden. Nicht etwa marktfundamentalistische Apologeten wie Margaret Thatcher oder Ronald Reagan, heute vielfach als „neoliberal“ bezeichnet, setzten fortan auf die sogenannte Leistungsgesellschaft, anstatt die Macht der Märkte einzuhegen, sondern gemäßigte linke Politiker wie Clinton, Tony Blair, Gerhard Schröder und schließlich Barack Obama. Der 72-jährige Michael J. Sandel, Harvard-Professor für Regierungslehre, sieht darin die Ursache für die gestiegene Unzufriedenheit.

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