Wohnungsbau

Gemeinde Schüttringen nimmt Konkurrenzkampf gegen Privatinvestoren auf

Bei der Schaffung von öffentlichem Wohnraum treffen Gemeinden häufig auf Widerstände. Trotz urbanistischer Leit- und neuer Flächennutzungspläne hinken die Schöffen- und Gemeinderäte oft den privaten Bauherrn hinterher. Die Gemeinde Schüttringen im Kanton Luxemburg will nun mit einer außergewöhnlichen Aktion den Konkurrenzkampf gegen die Privatinvestoren aufnehmen und insbesondere den Bau von großen Wohnresidenzen verhindern. Auf Flugblättern fordert der Schöffenrat die Einwohner dazu auf, beim Verkauf von Häusern und Grundstücken auch der Kommune ein Angebot zu unterbreiten.

Noch prägen freistehende Einfamilienhäuser, (renovierte) Bauernhöfe und neumodische Villen das Bild der ländlichen Gemeinde Schüttringen. Ihr Anteil am gesamten Wohnungspark liegt bei 91 Prozent. Wohnresidenzen machen nur knapp 5 Prozent aus. 

Noch prägen freistehende Einfamilienhäuser, (renovierte) Bauernhöfe und neumodische Villen das Bild der ländlichen Gemeinde Schüttringen. Ihr Anteil am gesamten Wohnungspark liegt bei 91 Prozent. Wohnresidenzen machen nur knapp 5 Prozent aus.  Fotos: Editpress/Tania Feller

Die 4.300-Einwohner-Gemeinde Schüttringen liegt, umsäumt von großen Natur- und Vogelschutzgebieten, auf halber Strecke zwischen Hauptstadt und Mosel. Vom Ortskern bis zur Autobahn A1 sind es nur wenige Minuten. In Münsbach hält der Zug nach Wasserbillig, nur 15 Minuten braucht die RGTR-Linie 142 bis zum Kirchberg, und auch der Flughafen Findel befindet sich in unmittelbarer Nähe. Im Süden der Gemeinde steht die Haftanstalt Schrassig. In Münsbach, am nördlichen Ende, befindet sich der „Parc d’activités Syrdall“, den Schüttringen zusammen mit Niederanven betreibt. 4.500 Menschen sind dort beschäftigt – mehr, als in der Gemeinde Schüttringen wohnen. Trotzdem arbeiten nur etwa zehn Prozent der Schüttringer in ihrer Gemeinde. Rund die Hälfte der 1.500 bis 2.000 erwerbstätigen Einwohner fährt zum Arbeiten in die Hauptstadt.

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