Nelly Moia
Frauenrechte, Tierschutz, Laizismus und Kunst: Zum Tod einer schillernden Persönlichkeit aus Esch
Im Alter von 87 Jahren ist am Montag die Escher Schriftstellerin und Lehrerin Nelly Moia gestorben. Zeitlebens setzte sie sich für Frauenrechte, den Tierschutz und Laizismus ein.
Nelly Moia posiert vor ihren Fotos Foto: Editpress-Archiv
Geboren wurde Nelly Moia am 14. Januar 1938 als zweites Kind des Ehepaars Moia-Rolling in Esch. Ihr älterer Bruder Marco verstarb 1979 früh. Ihre Wurzeln hatte die Familie Moia in der Nähe von Como (Lombardei). Nellys Großvater Marco kam 1898 als 18-Jähriger nach Luxemburg und arbeitete als Maurer. Zwei Jahre später ließ er sich in Esch nieder und gründete dort 1912 sein eigenes Bauunternehmen, was Nellys Vater Jean (Jahrgang 1908), ein studierter Ingenieur, 1937 mit seinem Bruder übernahm (Moia Frères in der Industriestraße). Genau wie sein Vater engagierte sich Jean Moia im Escher Vereinsleben. Obwohl er Spieler der Jeunesse war, wurde er später Präsident des Stadtrivalen Fola. Auch der Escher Stadtmusik stand er vor. Der passionierte Flieger starb 1976 im Alter von 67 Jahren bei einem Autounfall.