Protest

„Frauen fühlen sich nicht sicher“: Warum Ask for Angela am Freitag auf die Straße geht

Nach mehreren öffentlich gewordenen Übergriffen ruft Ask for Angela zu einem Marsch für mehr Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum auf. Im Interview spricht die Organisatorin und „Ask for Angela“-Mitgründerin Terri Allington darüber, warum es gerade jetzt Protest braucht, welche Rolle Männer dabei spielen – und weshalb sie sich dagegen wehrt, Gewalt gegen Frauen zur Migrationsdebatte zu machen.

Terri Allington von „Ask for Angela“ hat mit dem Tageblatt über den Protest am Freitag gesprochen

Terri Allington von „Ask for Angela“ hat mit dem Tageblatt über den Protest am Freitag gesprochen Foto: Editpress/Hervé Montaigu; Fabrizio Pizzolante

Tageblatt: Heute ruft Ask for Angela zu einem Marsch für mehr Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum auf. Warum braucht es diesen Protest gerade jetzt?

Terri Allington: Wir hören ständig Meldungen und Erfahrungsberichte von Frauen, die auf der Straße angegriffen werden – sei es durch sexuelle Übergriffe, andere gewalttätige Angriffe, Belästigung oder weil ihnen jemand folgt. Vor allem diese schreckliche Vergewaltigung vor einigen Wochen war für mich der Auslöser, zu sagen: Es reicht. Und selbst seitdem gab es weitere Vorfälle. Wir müssen darauf aufmerksam machen, dass Frauen sich nicht sicher fühlen. Wenn möglichst viele Menschen an dem Marsch teilnehmen, gibt uns das gewissermaßen ein Mandat für unsere Forderungen. Es zeigt: Die Menschen wollen, dass mehr getan wird.

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