Gewässerschutz

Forellen im Dienst des Staates

Eine Bachforelle am Haken ist der Traum vieler Angler. Die Fische sind aber noch weit mehr als eine Delikatesse auf dem Speiseteller. Ihr Vorkommen signalisiert: Dem Gewässer geht es gut. In Lintgen züchtet der Staat die „Gewässertester“. Ein Besuch.

400.000 bis 500.000 Forellen werden jährlich ausgesetzt, die aus der Fischzucht in Lintgen stammen – je jünger, desto besser können sie sich anpassen

400.000 bis 500.000 Forellen werden jährlich ausgesetzt, die aus der Fischzucht in Lintgen stammen – je jünger, desto besser können sie sich anpassen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Es ist ein quirliges Leben in den Becken der versteckt liegenden, riesigen Anlage. Um sie zu finden, muss man wissen, dass es sie gibt. In 44 Becken leben Bachforellen unterschiedlichen Alters. Sekundenschnell ändern sie die Schwimmrichtung und immer sind sie im Schwarm unterwegs, wenn sie durchs Becken gleiten.

Das Wasser ist glasklar, kühl und sauerstoffreich. Es ist Quellwasser und genau das, was die heimischen Bachforellen brauchen. Deswegen existiert hier die Fischzucht, und zwar schon seit 1875 – damals allerdings in privater Hand. Zwischen 400.000 und 500.000 Fische setzen die Mitarbeiter der Fischzucht jährlich aus, um geschwächte Populationen zu unterstützen und das biologische Gleichgewicht der Flüsse wiederherzustellen.

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