Deutscher Buchpreis 2025

Fiona Sironic geht mit ihrem Debütroman über die Wut auf das Internetzeitalter ins Rennen

In ihrem Debüt „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ erzählt Fiona Sironic von der ersten queeren Liebe und den Ekel auf die fahrlässige Datenpreisgabe im porösen Internet. Der furiose Roman ist ein ernsthafter Anwärter auf den Deutschen Buchpreis 2025.

Die Autorin Fiona Sironic

Die Autorin Fiona Sironic Foto: HumboszK2, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

„Meistens will Maja was anzünden gehen. Manchmal bringt sie neue Sachen aus dem Chemietrakt mit, die wir hinter der Hecke / hinter der Turnhalle zusammen ausprobieren, manchmal ist Merle dabei, dann fasst Maja mich nicht an, aber ich darf vielleicht selbst was Kleines anzünden, was fast genauso gut ist.“ Maja und ihre kleine Schwester Merle sind Figuren in Sironics queerem Coming-of-Age-Roman. Ihre Mütter, Alice und Emily, „sind fame“, denn sie sind Influencerinnen, die schon seit ihrer Jugend „Content“ für ihre „Communities“ auf Social Media produzieren. Als die zwei Frauen ein Paar und schließlich Eltern werden, schmieden sie auch beruflich eine Gemeinschaft – als „Momfluencerinnen“ – und dokumentieren das Heranwachsen ihrer Tochter Maja für alle öffentlich zugänglich im Internet.

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