Nächster Rückschlag für Filmbranche

Filmland-Studios in Kehlen stellen nach 13 Jahren den Betrieb ein

Die Filmland S.A. beendet ihre Aktivitäten zum 31. Juli. Die aktuelle wirtschaftliche Lage lasse kein tragfähiges und nachhaltiges Betriebsmodell mehr zu.

Filmland-Studios schließen im Sommer, leere Filmsets und Schilder am Eingang bei Sonnenuntergang

Die Filmland-Studios schließen im Sommer ihre Türen Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi

Luxemburgs audiovisuelle Landschaft verliert einen weiteren Akteur. Nachdem bereits die beiden nationalen Produktionsfirmen Wady Films (2025) und Paul Thiltges Distributions (2026) Insolvenz angemeldet haben, stellt nun auch die Filmland S.A. ihre Aktivitäten ein. Das teilte die Gesellschaft am Donnerstag in einem Presseschreiben mit. 13 Jahre langen haben Studios mit Sitz in Kehlen nationale und internationale Produktionen mit professioneller Drehinfrastruktur unterstützt. Zum kommenden 31. Juli ist damit Schluss.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage lasse „ein tragfähiges und nachhaltiges Betriebsmodell nicht mehr zu“, schreibt die Gesellschaft. Marktentwicklung, internationaler Wettbewerbsdruck und strukturelle Zwänge hätten das Unternehmen zunehmend geschwächt. Nach Angaben von RTL sind die sechs Produktionsfirmen, die die Studios in den vergangenen zwölf Jahren betrieben hatten, nicht mehr bereit, das Risiko weiter zu tragen.

Die Luxemburger Filmbranche durchlebt aktuell eine schwierige Phase. Während Film-Fund-Direktor Guy Daleiden von internationalem Erfolg spricht, warnt der Präsident der „Association luxembourgeoise des techniciens de l’audiovisuel“ (ALTA), Carlo Thiel, vor einem historischen Tief. Firmenpleiten, prekäre Jobs und Debatten um Fördergelder verschärfen die Lage. 53 Prozent der ALTA-Mitglieder glauben zudem nicht, dass sie ihrem Beruf noch bis 2029 in Luxemburg nachgehen werden. (les)

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