„Escher Nonnewisen“

Ferienunterkunft soll das vandalierte Pavillon 3 beleben

Der dritte „Centenaire“-Pavillon auf den Escher Nonnewisen soll neues Leben erhalten. Im ehemaligen Restaurant „Focus“ ist künftig eine Ferienunterkunft geplant.

Verlassener Pavillon 3 in schlechtem Zustand, geplante Umwandlung des Containers in moderne Ferienunterkunft

Der Pavillon 3 lag bislang brach und befindet sich in einem desolaten Zustand, künftig soll aus dem Container eine Ferienunterkunft werden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Dem Pavillon 5 in den Escher Nonnewisen wurde in der Gemeinderatssitzung im November 2025 per Konvention neues Leben eingehaucht. Nun soll auch das letzte Sorgenkind der drei „Centenaire“-Pavillons – das ehemalige Restaurant „Focus“ – eine neue Nutzung erhalten. Die Stadt Esch erwarb den Pavillon 3 vor drei Jahren für 100.000 Euro. Aktuell befindet sich das Gebäude noch in einem desolaten Zustand und blickt auf eine von Vandalismus und Leerstand geprägte Geschichte zurück. Im dritten Pavillon soll nun eine Ferienunterkunft entstehen.

Diese wird auf Kosten des Unternehmens „Simpleviu“ renoviert und anschließend während 30 Jahren von diesem betrieben. Die Firma verwaltet bereits 16 „Kabaisercher“ in Luxemburg, unter anderem in Düdelingen, Tetingen und Schifflingen. Im Gegenzug werden die Mietkosten während eines Zeitraums von 20 Jahren erlassen. Ab dem 21. Mietjahr sieht die Konvention einen Mietbetrag von 24.000 Euro pro Jahr vor. Nach Ablauf des Langzeitmietvertrags wird der Pavillon erneut in den Besitz der Stadt Esch übergehen.

Über die Pavillons

Ursprünglich wurden 2006 anlässlich des 100. Stadtjubiläums fünf Pavillons errichtet, von denen heute noch drei bestehen. Dauerhaft vorgesehen waren laut Mitteilung der Gemeindeverwaltung lediglich Pavillon 1 und 2 – die „Galerie goArt“ und der „Pavillon Bofferding“. Die übrigen Bauten, darunter Pavillon 5 und 3, waren ursprünglich als temporäre Installationen geplant. Die containerartigen Pavillons wurden von Anfang an von Vandalismus heimgesucht.

Nach der Unterzeichnung des Mietvertrags hat das Unternehmen „Simpleviu“ sechs Monate Zeit, um eine Baugenehmigung zu beantragen. Nach deren Ausstellung müssen die Renovationsarbeiten innerhalb von weiteren sechs Monaten abgeschlossen sein. Auf einer Fläche von 320 Quadratmeter sollen sieben Übernachtungsmöglichkeiten und ein gemeinsamer Raum entstehen. Das Architekturbüro „Beng“ ist zuständig für die Pläne.

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