Theater
„Fado Alexandrino“ im TNL, oder: Die portugiesische Geschichte unter dem Seziermesser
Das „Théâtre national du Luxembourg“ zeigt die Bühnenadaption von António Lobo Antunes’ Roman „Fado Alexandrino“, die der Regisseur Nuno Cardoso am Nationaltheater São João von Porto inszeniert hat. Auf ein Treffen mit Cardoso.
Szenenbild aus „Fado Alexandrino“ Copyright: Tuna
Zuerst ist die Herangehensweise von Nuno Cardoso, der im zentral-portugiesischen Canas de Senhorim geborene und aufgewachsene Regisseur, der in Coimbra studierte und dort mit dem Theater begann, eine persönliche: Wie sein Vater, der während des Kolonialkrieges vier Jahre in Guinea-Bissau war und dem er die Inszenierung gewidmet hat, sind die Protagonisten von „Fado Alexandrino“ ehemalige Kämpfer, die von ihren Geschichten und Gedanken vor, während und nach der Nelkenrevolution vom 25. April 1974 erzählen.