Glücklose Diva
Escher Café sucht neuen Betreiber
Nach knapp drei Monaten werfen die Betreiber des „Café Diva“ das Handtuch. Todesstoß dürfte die Komplettschließung des Horeca-Sektors gewesen sein. Foto: Editpress/Julien Garroy
Als die neuen Betreiber das Café Diva in Esch im September übernehmen, scheint die Welt trotz Einschränkungen noch halbwegs in Ordnung. Doch die sanitären Schutzmaßnahmen und die Sperrstunde um 23 Uhr tragen wesentlich dazu bei, dass Nelson da Camara und seine Geschäftspartner nicht wirklich aus den Startlöchern kommen. Die Komplettschließung des Horeca-Sektors am 25. November scheint der Todesstoß für die jungen Unternehmer zu sein. Kurze Zeit später werfen sie das Handtuch. Der „Fonds de commerce“ steht nun wieder zum Verkauf. 120.000 Euro werden verlangt, wie auf der Webseite Immotop.lu zu lesen steht. Hinzu kommt die monatliche Miete von rund 5.500 Euro. Viel Geld, das erst mal verdient werden muss. In der Eingangstür des „Diva“ lässt ein kleiner weißer Aufkleber von einem Gerichtsvollzieher darauf schließen, dass die Einnahmen durch Lieferdienst und „Take-away“ nicht reichten, um die Kosten der vergangenen Wochen und die angesammelten Schulden zu decken. Das Café gehört übrigens dem Luxemburger Geschäftsmann P. Majeres, der es via die Brauerei Diekirch vermietet. Sie ist auch erster Ansprechpartner für Interessenten. mago