Befort
„Es war keine leichte Entscheidung“: Betreiberfamilie über Schließung von Hotel Meyer
Kürzlich gab die Familie Gierten bekannt, dass die Türen des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Hotel Meyer nun für immer geschlossen bleiben. Wir haben dem Traditionshaus einen letzten Besuch abgestattet.
Das Hotel Meyer – ein Traditionsbetrieb mit viel Charme schließt seine Türen Foto: Editpress/Julien Garroy
„Meine Großmutter, die sehr früh Witwe geworden war, kam 1928 mit ihren beiden Söhnen, Jacques und Tony Adam, hierhin. Der eine war Küchenchef, der Zweite hatte Metzger gelernt. Wenig später heiratete sie Mathias Meyer und so begann die Geschichte unseres Hotels, das zu dem damaligen Zeitpunkt aber lediglich eine Schankwirtschaft mit Kegelbahn war“, so Paul Gierten, der zusammen mit seiner Frau Claudine Gierten-Meder und Sohn Luc bis vor kurzem die Geschicke des Hotels leitete.
Mit der Zeit wurde das Dorfcafé zum Hotel. Im Zweiten Weltkrieg brannte es fast gänzlich nieder, später wurde es aber wieder zum Leben erweckt und mit 55 Zimmern ausgebaut. Diese Zahl wurde 1974 auf 44 reduziert, da jedes Zimmer jetzt ein separates Bad erhielt. Während weiterer Renovierungen in den Folgejahren wurden die Zimmer komfortabler und größer gestaltet, was mit sich brachte, dass nur noch 33 Zimmer übrigblieben.