Film

Es war einmal eine Stiefmama: „Les enfants des autres“ von Rebecca Zlotowski

Wenn man einen Film von Rebecca Zlotowski nicht erwartet hätte, dann eine romantische Komödie à la française. Ihr neues Werk „Les enfants des autres“ gibt sich auf alle Fälle Mühe, zu Beginn wenigstens, diesen Anschein zu geben.

Virginie Efira spielt die Figur der Rachel mit viel Empathie und Tiefe – dass der Film es dennoch nicht geschafft hat, im Wettbewerb in Cannes zu laufen, sagt mehr über die Auswahl in Cannes als über die Qualität des Films aus

Virginie Efira spielt die Figur der Rachel mit viel Empathie und Tiefe – dass der Film es dennoch nicht geschafft hat, im Wettbewerb in Cannes zu laufen, sagt mehr über die Auswahl in Cannes als über die Qualität des Films aus (C) Les films Velvet

Wir begegnen die von Virginie Efira gespielte Rachel. Mitten im Leben und immer in Bewegung. Sie ist Gymnasiallehrerin, eine tolle sogar, die ihren Schülern im Unterricht Filme zeigt. Wie so oft ist in genau dieser Szene gleich zu Beginn ein nicht ganz so subtiler Schlüssel zum Film(ende) versteckt. Das Ende eines alten Streifens, allem Anschein nach eine romantische Romanverfilmung, wird abrupt von der Schulklingel und dem Unterrichtsende unterbrochen. Allgemeines Seufzen. Die Mehrheit der Schüler scheint gebannt dem alten Schinken gefolgt zu haben. Wie der Film denn enden würde? „Ihr habt doch das Buch gelesen“, wirft Rachel neckisch in die Runde. „Was glaubt ihr denn? Schlecht natürlich.“ Oh, die Vorahnung.

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