Gesellschaft  

Erste Senioren-WG kommt trotz Rückschlägen vorwärts

Die Idee, im fortgeschrittenen Alter als Wohngemeinschaft zusammen leben zu wollen, ist neu in Luxemburg. In Lorentzweiler gibt es das erste Projekt dieser Art im Land. Seit dem letzten Besuch des Tageblatt ist es trotz Rückschlägen und Corona weitergegangen. Drei weitere Wohneinheiten sind verkauft. Astrid Lauterbach (66) ist von Anfang an dabei und im Moment so beschäftigt wie nie.

In der Villa Lorenz sind die Gemeinschaftsräume der Senioren-Wohngemeinschaft sowie ein Apartment vorgesehen. In einem ökologischen Holzanbau auf der Rückseite sollen die restlichen elf Apartments entstehen. 

In der Villa Lorenz sind die Gemeinschaftsräume der Senioren-Wohngemeinschaft sowie ein Apartment vorgesehen. In einem ökologischen Holzanbau auf der Rückseite sollen die restlichen elf Apartments entstehen.  Fotos: Editpress/Claude Lenert

Als Astrid Lauterbach von der Idee in der „Villa Lorenz“ erfährt, horcht sie auf und wird aktiv. Das war 2017. Mit Gleichgesinnten gründet sie ein Jahr später den Verein „Beienhaus“. Die „Bienen“ sollen die Idee, mit anderen Senioren zusammenzuleben und sich gleichzeitig ins eigene Reich zurückziehen zu können, verbreiten und ein Netzwerk aufbauen. „Ich bin im Moment so beschäftigt wie zu den Zeiten, als ich noch gearbeitet habe“, sagt sie. Nicht nur sie fragt sich: Alt und einsam, muss das sein?

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