Esch
Ende einer Institution: Rias Zeitungsladen im Clair-Chêne war weit mehr als nur ein Kiosk
Mit der „Librairie-Papeterie Clair-Chêne“ schließt eine der letzten privaten Zeitungs- und Schreibwarenhandlungen in Esch. Eine Institution im Viertel, mit einer außergewöhnlichen Kundenbindung. Was an Betreiberin Ria Recht-Engel lag.
Das war’s: Ria Recht-Engel am Freitag kurz vor der endgültigen Schließung ihres Zeitungsladen, den sie 25 Jahre lang betrieb Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Wer die heimelige „Librairie-Papeterie Clair-Chêne“ betrat, der fühlte sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Der Geruch von Druckerschwärze und Papier erinnerten an alte Zeiten. An die früher so typische Atmosphäre eines Zeitungsladens, die es heute in Kiosken nicht mehr gibt. Seit Freitag ist der Zeitungsladen, der 35 Jahre lang so etwas wie das Epizentrum des Lebens im Escher Clair-Chêne-Viertel war, Geschichte. Ria Recht-Engel hat um 17.00 Uhr die Rollläden für immer heruntergelassen. Sie geht in Rente.