Musik
Einzelgänger aus Überzeugung: Zum 75. Geburtstag von Van Morrison
„Ich tue, was ich kann“, hat er mal in einem Interview gesagt, „und wenn die Leute es mögen – gut. Wenn nicht – auch gut. Ich tue, was ich tue. Nehmt es oder lasst es bleiben.“ So geht Van Morrison seinen Weg: unbeirrt, geradlinig, kompromisslos, eigenbrötlerisch, dickköpfig, unnahbar, misstrauisch und so hat er uns als Solokünstler seit über fünf Dekaden abseits von Mainstream und Moden ein musikalisches Werk geschenkt, das nur in dem von Bob Dylan oder Neil Young seinesgleichen sucht.
Van Morrison, nordirischer Musiker, spielt bei einem Konzert auf dem Saxofon. Am heutigen 31. August wird der Soul- und R&B-Sänger 75. Jahre alt. Foto: Georg Hochmuth/APA/epa/dpa
Der nordirische Sänger, Musiker und Komponist George Ivan Morrison wurde am 31. August 1945 in Belfast als Sohn eines Schiffsbau-Elektrikers geboren. Dieser sammelte alte Jazz- und Bluesplatten und nahm den sechsjährigen Ivan mit in Plattenläden. So kam der kleine Knirps in der Nachkriegszeit bereits frühzeitig mit amerikanischer Musik von Mahalia Jackson, Fats Domino, Muddy Waters oder Ray Charles in Berührung. Später begann sein Vater, auf einem Tonbandgerät Songs aufzunehmen, auf denen er seinen Filius auf der Mundharmonika begleitete, während dieser Leadbelly-Songs zum Besten gab. Als sie sich das Resultat anhörten, dachte der Teenager laut Eigenaussage: „Wow, ich habe definitiv eine eigene, unverwechselbare Stimme!“