Rotes Kreuz und Corona
Eine Herausforderung – auch für erfahrene Krisenhelfer
Es gehört zum Wesen des Roten Kreuzes, auf Notsituationen zu reagieren und Hilfe anzubieten, sei es im Ausland oder zu Hause. Dennoch stellten die Covid-19-Pandemie und der Lockdown auch die rund 2.400 Mitarbeiter zählende Organisation vor bisher nicht gekannte Herausforderungen.
Im Blutspendezentrum des Roten Kreuzes. Zwischen dem 20. März und dem 2. April haben sich 1.700 neue Blutspender gemeldet. Foto: Croix-Rouge Luxembourg
Wie jede andere Organisation bedeutete der Lockdown auch für das Rote Kreuz zuerst mal, sich an die neue sanitäre Krise anzupassen: Telearbeit für die administrativen Angestellten und dort, wo es möglich war, die Reduzierung zwischenmenschlicher Kontakte durch eine Anpassung an die neue Situation, indem etwa HIV-Tests den Interessierten postalisch zugestellt wurden. Trotz Corona konnten jedoch alle Dienste aufrechterhalten werden, betonte der stellvertretende Rot-Kreuz-Generaldirektor Marc Crochet gestern. Es gehöre sozusagen zur Genetik des Roten Kreuzes, sich auf ungewöhnliche Situationen einzustellen, hatte zuvor Generaldirektor Michel Simonis gesagt. Neben der normalen Tätigkeit hatte sich das Rote Kreuz intensiv in die Bekämpfung der Pandemie eingeklinkt. Befinde sich der Staat in einer außergewöhnlichen Situation, sehe man sich beim Roten Kreuz verpflichtet dazu, zu helfen, so Crochet.