Kriminalität
Ein in Luxemburg ansässiger Konzern und seine mutmaßliche Verbindung zum Drogenkartell
Einem Dokument der mexikanischen Generalstaatsanwaltschaft zufolge soll eines der beiden mächtigsten Drogenkartelle, des Cártel de Jalisco Nueva Generación (CJNG), für die Entführung von Antonio Díaz Valencia und Ricardo Lagunes Gasca verantwortlich sein. Das Verschwinden der beiden Menschenrechtler steht, so die Justizbehörde, in Zusammenhang mit dem Streit zwischen der indigenen Bevölkerung und dem in Luxemburg ansässigen Bergbauunternehmen Ternium.
Mexikos designierte Präsidentin Claudia Sheinbaum am Tag nach ihrem Wahlsieg. Sie tritt ein schweres Erbe an. Foto: Carl de Souza/AFP
Zum letzten Mal wurden Ricardo Lagunes und Antonio Díaz am 15. Januar 2023 gesehen. Der 41-jährige Anwalt und der 71-jährige indigene Lehrer, der von der örtlichen Nahua-Gemeinschaft zum Vertreter gewählt werden sollte, fuhren in einem Pick-up von San Miguel de Aquila in Richtung Colima, Hauptstadt des gleichnamigen mexikanischen Bundesstaates. Sie hatten an einer Versammlung teilgenommen, bei der es um die Nichteinhaltung von Verträgen durch Ternium gegangen war.