Grenzgänger

Ein Zuhause auf Zeit: In Luxemburg wohnt Pflegepersonal aus dem Ausland im Hotel 

In der Lobby des Légère Hotel in Münsbach mit seinen 156 Zimmern herrscht gähnende Leere. Ein Absperrband sorgt für sichere Distanz zur Rezeptionistin, die hinter einer Scheibe Telefonate entgegennimmt. Audrey (43) und David (34) sitzen alleine in der Empfangshalle. Die beiden Franzosen arbeiten in einem Altenpflegeheim in Bartringen und leben vorübergehend hier.

70 Prozent der Mitarbeiter im luxemburgischen Gesundheitswesen sind Grenzgänger. Sie können angesichts der Krise in Luxemburg bleiben, Hotels bieten Betten an. 

70 Prozent der Mitarbeiter im luxemburgischen Gesundheitswesen sind Grenzgänger. Sie können angesichts der Krise in Luxemburg bleiben, Hotels bieten Betten an.  Editpress/Didier Sylvestre

„Wir sind hier sehr gut aufgehoben“, sagt Audrey aus Thionville. Ihren Nachnamen möchte sie lieber nicht sagen und ein Foto, das will sie auch nicht. Die 43-Jährige arbeitet seit 20 Jahren als Grenzgängerin in Luxemburg als „aide-soignante“ in einem Pflegeheim für Senioren. Nicht nur, dass sich ihr Arbeitsalltag durch die Krise drastisch verändert hat, der Feierabend sieht ebenfalls ganz anders aus. Während ihrer Schichtdienste ist sie mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzanzug unterwegs – ein großer Unterschied zu früher. Und abends geht sie statt nach Hause ins Hotel, in diesem Fall ins Légère nach Münsbach. 

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