Reportage 

Ein Tag in der Escher Bibliothek: „Hier will ich in Rente gehen“

In der Escher Bibliothek riecht es nicht nach verstaubten Büchern. Es riecht nach Pfefferminz. Für die Öffentlichkeit ist am Mittwochmorgen noch geschlossen. Aber hinter der cremefarbenen Fassade des Wohnhauses in der Emile-Mayrisch-Straße wuseln sieben Personen bereits fleißig umher. Sie räumen die zurückgebrachten Bücher ein, legen die aktuellen Zeitungen und Magazine aus, beantworten E-Mails und bereiten sich auf den Tag vor.

Ein eingespieltes Team: Die sieben Mitarbeiter der Escher Bibliothek ergänzen sich perfekt

Ein eingespieltes Team: Die sieben Mitarbeiter der Escher Bibliothek ergänzen sich perfekt Foto: Editpress/Alain Rischard

Es ist kurz nach neun Uhr, als sich Tamara, Jan, Sandra, Alexa, Kim, Georges und Daniela an den großen Tisch im Lesesaal auf dem ersten Stock setzen. Vor ihnen stehen bunte Tassen mit lustigen Aufdrucken. „I like my coffee Siriusly Black“ steht auf der von Tamara Sondag, der Leiterin der Escher Bibliothek. Die Stimmung ist gelassen bis ausgelassen. „We got dressed for success“, singt und tanzt Jan Guth, der Erzieher der Truppe, und bringt damit alle zum Lachen. „Wer morgens schlecht gelaunt hier ankommt, bleibt es nicht lange“, wird Kim später sagen.

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