Budgetvorstellung
„Ein Spagat“: Schifflingen kommt nicht an neuen Schulden vorbei
Die Vorstellung des Schifflinger Haushalts für 2024 am Freitag glich der aus dem Vorjahr, selbst wenn die Gemeinde inzwischen von einer LSAP/CSV-Koalition geführt wird. Denn Bürgermeister Paul Weimerskirch musste erneut ein Budget ohne wirkliche Neuerungen präsentieren, bei dem allein die Fortführung der laufenden Projekte die Aufnahme eines Kredits von 15,5 Millionen Euro erfordert. Sodass sich die Schulden der Gemeinde von aktuell 33,87 auf 47,26 Millionen Euro erhöhen könnten.
Für die Renovierung der altehrwürdigen Lydie-Schmit-Schule (hier bei einer Baustellenbegehung im April 2023) sind im Budget für nächstes Jahr sieben Millionen Euro vorgesehen Foto: Editpress/Tania Feller
„Die ökonomische Situation im Land und in Europa ist volatil und angespannt, daher war die Aufstellung des Budgets ein Spagat zwischen verschiedenen neuen Realitäten, weniger Einnahmen als erwartet, dafür mehr Ausgaben in einer komplett veränderten Ausgangslage“, sagte Weimerskirch in der Einleitung zu seiner Budgetrede. Beispiel: Die gestiegenen Energiepreise sorgten 2023 für Mehrausgaben von sage und schreibe 1,3 Millionen Euro. Das finanzielle Engagement in den Gemeindesyndikaten sowie dem CGDIS stieg 2023 von 5,46 auf 8,2 Millionen Euro. Vor allem die Investitionen des Bussyndikats TICE und der Anschluss an das ZARE-Syndikat schlugen hier zu Buche. Dazu kommt, dass die Lohnmasse stetig steigt, obwohl die Gemeinde im Vergleich zum Jahr 2020 lediglich 24 Personen mehr beschäftigt. Und natürlich die Explosion der Preise in der Baubranche.