Schreckensnacht
Ein Jahr nach dem verheerenden Brand in Kayl soll Wohnhaus abgerissen werden
Ein Bauzaun erschwert Neugierigen den Zutritt zur Ruine. Den Blick auf den Ort des tragischen Geschehens lässt er jedoch weiterhin zu. Auch ein Jahr nach dem dramatischen Brand in der Handelsstraße in Kayl werden Passanten und Autofahrer an die schrecklichen Ereignisse erinnert, die sich vor einem Jahr hier abgespielt haben. Ein sechsjähriger Junge hatte dabei sein Leben verloren.
In diesem Gebäude haben sich vor einem Jahr tragische Szenen abgespielt Foto: Editpress/Alain Rischard
Es war in der Nacht zum 6. Dezember, als kurz vor 3 Uhr bei der Notrufzentrale der erste Alarm einging. Ein Mehrfamilienhaus in der Kayler Handelsstraße stand in Flammen. Als die Polizeistreifen und Rettungswagen vor Ort eintrafen, hatten bereits mehrere Bewohner auf dem Dach Schutz vor den Flammen gesucht. Nachdem mehrere Personen, u.a. auch vom Dach des Gebäudes, gerettet werden konnten, wurde ein sechsjähriger Junge bewusstlos aus dem Hausinneren geborgen, so die Polizeimeldung zu dem Geschehen. Ein Mann erlitt schwere Verbrennungen. Beide wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Doch das Leben des Kindes konnten die Ärzte nicht mehr retten. Es verstarb wenig später. Zehn weitere Personen wurden leicht verletzt und mit Verdacht auf Rauchvergiftung behandelt. Rund 50 Personen wurden in Sicherheit gebracht, die Nachbarhäuser vorsorglich evakuiert.