Coronakrise

Ein Jahr Pandemie – das bedeutete nicht für jeden eine Luxusquarantäne

Die Coronapandemie zieht uns seit einem Jahr in ihren Bann. Wie aber verläuft der Alltag von Menschen mit geistiger Behinderung, die die Situation nicht verstehen? Oder von Kindern und Jugendlichen, die keine Ausgleichsmöglichkeiten mehr haben? Oder von Opfern häuslicher Gewalt, wenn es heißt: „Bleif doheem“? Fünf Experten „vum Terrain“ haben sich in einer digitalen Diskussionsrunde darüber ausgetauscht und nach Lösungen gesucht.

Ein bekanntes Bild aus dem ersten Lockdown: Absperrbänder an Kinderspielplätzen

Ein bekanntes Bild aus dem ersten Lockdown: Absperrbänder an Kinderspielplätzen Foto: Arne Dedert/dpa

Seit einem Jahr müssen sich die Menschen einschränken. Für jene, die aufgrund einer geistigen Behinderung die Situation nicht verstehen, ist der Zustand einer Pandemie nur schwer zu ertragen. Sie verdienen besondere Aufmerksamkeit. Für Opfer von häuslicher Gewalt kann ein Lockdown viel gravierendere Konsequenzen haben als für Menschen, die in einer familiären Harmonie leben und das Familienleben zu Hause genießen. Kinder und Jugendliche müssen mit ansehen, wie über ihre Köpfe hinweg Entscheidungen, die sie betreffen, getroffen werden. Die für ihre Entwicklung so wichtige Partizipation wurde in der Pandemie teils komplett fallengelassen. In der vom nationalen Referenzzentrum für die Förderung der affektiven und sexuellen Gesundheit Cesas am Dienstag organisierten Diskussionsrunde haben sich fünf Experten über diese Problematik ausgetauscht.

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