Wegen IS-Propaganda

Ehepaar aus Luxemburg wird rechtskräftig zu Haftstrafen verurteilt

Zum ersten Mal ist in Luxemburg aufgrund des Anti-Terror-Gesetzes ein gerichtliches Urteil gesprochen und jetzt rechtskräftig geworden. Ein im Großherzogtum lebendes Ehepaar wurde infolge seiner Propaganda für den Islamischen Staat (IS) zu Haftstrafen verurteilt. 

Wohin die Suche nach dem „wahren Islam“ führen kann, zeigt dieses Bild: Im Oktober 2020 wurde nahe Paris der Lehrer Samuel Paty ermordet

Wohin die Suche nach dem „wahren Islam“ führen kann, zeigt dieses Bild: Im Oktober 2020 wurde nahe Paris der Lehrer Samuel Paty ermordet Foto: AFP/Anne-Christine Poujoulat

Irrglaube führt ins Gefängnis. Ein Attentat hat das in Luxemburg lebende und jetzt rechtskräftig verurteilte Ehepaar nicht verübt, aber ausführlich Propaganda für den IS gemacht. Deshalb musste es sich vor Gericht verantworten. Im Berufungsprozess im Dezember 2022 wurde der Mann zu 30 Monaten und die Frau zu 18 Monaten verurteilt. Beide Haftstrafen wurden zur Hälfte zur Bewährung ausgesetzt – unter der Bedingung, dass sich beide einer Deradikalisierungstherapie unterziehen.

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