Corona-Krise

Durch die Kontrollen an der Mosel bekommt die Idee Europa einen Knacks

35 Jahre nach der Abschaffung der Grenzkontrollen in Schengen steht die Europäische Idee ziemlich verkatert da. Das geht aus Gesprächen in den Rathäusern entlang der Mosel hervor. Kopfschütteln gehört angesichts der deutschen Kontrollen an den Grenzen während der Corona-Krise noch zu den moderateren Reaktionen.

An der Mosel wird Europa schon lange gelebt: Feste, Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitaktivitäten finden grenzüberschreitend statt

An der Mosel wird Europa schon lange gelebt: Feste, Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitaktivitäten finden grenzüberschreitend statt Foto: Editpress/Claude Lenert

„Ich fand es beschämend, als luxemburgischer Bürgermeister meinem deutschen Kollegen aus Langsur einen Passagierschein ausstellen zu müssen“, sagt Jérôme Laurent (LSAP) im Rathaus von Mertert-Wasserbillig. In dieser Region haben viele Anwohner auf der deutschen Seite Felder oder Weinberge, die bestellt werden müssen. Er zuckt mit den Schultern, was so viel heißt wie: Wem oder was muss man eigentlich noch erklären, was seit Jahrzehnten an der Mosel gelebt wird? 

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