Luxemburg in Cannes

Drei Koproduktionen, ein Debütfilm und ein altbekannter Grafiker

Luxemburg ist in Cannes gleich mehrfach vertreten – mit Filmen in der „Quinzaine des cinéastes“, einem Debüt mit „Capitani“-Stars und Michel Welfringer, der seit über einem Jahrzehnt das Gesicht der renommiertesten Cannes-Parallelsektion mitprägt.

Porträt eines nachdenklichen Mädchens, das an ihren verstorbenen Vater erinnert, emotionale Trauer und Verlust

Am „Marché du film“ ist Luxemburg mit dem Debütfilm „Dead Dad Girl“ von Stephen Korytko vertreten, einer Dark Comedy in Koproduktion mit Belgien (Samsa Film) Foto: Samsa Films

Auf dem Filmfestival Cannes 2026 tritt Luxemburg gleich mehrfach ins Rampenlicht. Drei vom Film Fund Luxembourg mitfinanzierte Produktionen wurden für die „Quinzaine des cinéastes“ ausgewählt. Das teilte das Kulturministerium am Dienstag in einem Kommuniqué mit. Gezeigt werden die Arbeiten des argentinischen Regisseurs Lisandro Alonso und des venezolanischen Filmemachers Jorge Thielen Armand sowie das dritte Langfilmprojekt der Südkoreanerin July Jung – allesamt Koproduktionen mit Beteiligung der Luxemburger Produktionsfirmen Les Films Fauves bzw. Deal Productions.

Die Quinzaine ist kein Teil des offiziellen Festivalprogramms, sondern entstand explizit als Gegenentwurf dazu. Sie wurde 1969 von Filmemachern gegründet, die nach den Ereignissen von Mai 68 mit dem Establishment des Festivals gebrochen hatten – die sogenannten „180“, größtenteils aus der Nouvelle Vague, forderten unter anderem die Abschaffung der Abendgarderobe und eine Publikumsjury. Als das Festivalkomitee ablehnte, schufen sie im Jahr darauf ihre eigene Veranstaltung. Die Quinzaine gilt seither als „Contre-Festival“ – unabhängig, nicht kompetitiv, ohne inhaltliche oder formale Vorgaben.

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