„Dreigroschenoper“ im Grand Théâtre

„Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht, da hab’ ich eben leider recht!“

Brechts Dreigroschenoper, in der Bettler:innen und Sexarbeiter:innen die Held:innen sind, kommt mit starkem Ensemble in einer Inszenierung von Barrie Kosky ans Grand Théâtre.

Vor allem Cynthia Micas (links) glänzte am Schiffbauerdamm in der Rolle der Polly Peachum.

Vor allem Cynthia Micas (links) glänzte am Schiffbauerdamm in der Rolle der Polly Peachum. Foto: Jörg Brüggemann

Glamour, oder ist noch Karneval? Durch einen glitzernden Vorhang aus Lametta lugt zu Beginn ein Frauengesicht und läutet die ersten Takte der Moritat von Mackie Messer ein ... Dabei ist die Bühne (Rebecca Ringst) eher minimalistisch gehalten. An einem gigantischen Klettergerüst werden sich die Darsteller:innen fast drei Stunden lang abarbeiten, nach Höherem streben und in die Tiefe stürzen. Die Großstadt als labyrinthisches Raumgeflecht: Brechts V-Effekt lässt grüßen. Denn Achtung: Nicht unterhalten, sondern verfremden und aufrütteln wollte Bert Brecht mit seinen Stücken, allen voran mit der Dreigroschenoper.

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