Alain spannt den Bogen
Die Stunde der Pianisten: Konzerte mit Sabine Weyer und Saleem Ashkar
Die Vita von Saleem Ashkar lässt auf eine große Karriere hindeuten Foto: Alfonso Sagueiro
Auf ihrer rezenten, von der internationalen Kritik hoch gelobten CD „Mysteries“ hat uns Sabine Weyer bereits drei Werke des französischen Komponisten Nicolas Bacri (*1961) vorgestellt. Und in ihrem Konzert vom 20. Mai, das im Rahmen der SEL-Camerata-Konzerte stattfand, spielte die luxemburgische Pianistin nun die Welturaufführung von Bacris Les quatres tempéraments – Quatre préludes et fugues pour piano op. 159. Bacri gehört zweifelsohne zu den interessantesten Komponisten der Gegenwart, gerade weil seine Musik keinen Modeerscheinungen folgt und er sich nicht in mathematischen Klangberechnungen verfängt. Vielmehr ist Bacri ein Komponist, der sich traut, sehr expressive Musik zu schreiben, die für den Hörer absolut verständlich, nachvollziehbar und erlebbar bleibt, und das trotz ihrer modernen Sprache.