Filmbesprechung

Die Rache des Leierkastenaffen: „Mank“ von David Fincher

Sechs Jahre nach „Gone Girl“ kehrt David Fincher mit einem verschachtelten, dichten Biopic über den Drehbuchautor und die Entstehungsgeschichte von „Citizen Kane“ zurück, der sich gleichzeitig als nostalgische Reise in die Traumfabrik der 30er und 40er Jahre und scharfe Kritik an der politischen Korruption Hollywoods versteht. Mit „Mank“ ist Fincher das politische, mürrische Pendant zum metaphysischen Coen-Brüder-Meisterwerk „Barton Fink“ gelungen.

Marion Davies (Amanda Seyfried) und Mank (Gary Oldman)

Marion Davies (Amanda Seyfried) und Mank (Gary Oldman) (C) Netflix

Wie viel Wirklichkeit verträgt ein Film? Und wie viel Fiktion kann man in die Wirklichkeit injizieren? Als Radio-Wunderkind und „Bulldoggen-Gesicht“ Orson Welles 1938 das Radiohörspiel zum „Krieg der Welten“ ausstrahlte, sollen einige Zuhörer an eine wahrhaftige Alien-Invasion geglaubt haben.

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