Shoah-Gedenken

Die Memoiren des Luxemburger Holocaust-Überlebenden Gerd Klestadt

Gerd Klestadt und Kathrin Mess kennen einander schon lange. Immer wieder hat der Holocaust-Überlebende über seine schrecklichen Erlebnisse in den Konzentrationslagern Westerbork und Bergen-Belsen berichtet. Seit vielen Jahren hält er Vorträge und geht in Schulen, um mit Jugendlichen darüber zu sprechen. Heute ist er einer der wenigen verbliebenen Zeitzeugen der Shoah. Die Historikerin überredete ihn zu dem kürzlich veröffentlichten Buch „Noch heute quält mich die Erinnerung …“, das sie mit ihm und über ihn verfasst hat.

Gerd Klestadt zu Hause in Longwy, mit einem Portrait

Gerd Klestadt zu Hause in Longwy, mit einem Portrait Foto: Christof Weber/Privatbesitz

Der am 23. Dezember 1932 in Düsseldorf als ältestes von zwei Kindern eines jüdischen Paars, Berthold und Ruth Klestadt, geborene Gerd, schildert die ersten Jahre seiner „Kindheit in schwierigen Zeiten“ (so der Titel des ersten Kapitels) wie folgt: „Die Voraussetzungen für eine sorglose und wohlbehütete Kindheit waren zunächst gegeben“, so Klestadt. Doch es war eine „chaotische und gefährliche Zeit, in der sich die Ereignisse nur so überstürzten“. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam eine Katastrophe auf Deutschland zu.

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