L’histoire du temps présent
Die Industriestadt Esch im Wandel: Vom Kantonalhauptort zur Bergarbeiterstadt
Denis Scuto behandelt in seiner Artikelserie die historische Entwicklung der Industriestadt Esch/Alzette im Südwesten des Großherzogtums Luxemburg, der Minette-(Eisenerz)-Region, von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute.
Postkarte aus dem Jahr 1903 mit einer Ansicht des Escher Fotografen Pierre Thorn des Neudorfs, mit vorne dem Lallingerberg und hinten Schneier-Ostberg und Galgenberg. Die ersten Häuser in der rue de Neiduerf und der rue de Rumelange sind gut zu sehen, ebenso wie die Schräglage (der Bremsberg zu Förderung und Abtransport des Eisenerzes) der Collart-Mine,… Quelle: Archiv der Stadt Esch, Fotografische Sammlung
Ab den 1850er Jahren wuchs der Kantonalhauptort Esch/Alzette weiter unter dem Einfluss der Industrialisierung. Der Beginn und der Aufschwung des Eisenerzabbaus, die Verbesserung des Straßennetzes und die Ankunft der Eisenbahn in Esch im Jahr 1860 erklären als kombinierte Faktoren den Bevölkerungsaufschwung des Ortes: Esch/Alzette zählte 1845 1.448 Einwohner und 1871 3.265 Einwohner – trotz der letzten Cholera-Epidemie von 1866, die 116 Opfer in der Ortschaft forderte.1)