Buchmesse
Die Allee der Bäume: Bei den 27. „Walfer Bicherdeeg“ manifestiert sich der neue Hype ums Buch
Jedes dritte Wochenende im November lädt die Gemeinde Walferdingen zu dem traditionell wichtigsten Event des Jahres in der Literaturszene ein: die „Walfer Bicherdeeg“. Bereits zum 27. Mal finden sich hier Autoren und Autorinnen, Verlage und Institutionen ein, um sich mit Fans von Luxemburgensia, Sachbüchern und Kinderliteratur auszutauschen und die Neuerscheinungen zu präsentieren.
Die Editions Guy Binsfeld punkten mit Büchern über Urbanismus (Robert L. Philippart) und Aline Mayrisch (Germaine Goetzinger) Foto: Editpress/Julien Garroy
Dieses Jahr standen die Walferdinger Büchertage ganz unter dem Motto „Vom Wachsen und Wurzelschlagen“, somit der Synergie zwischen Buch und Baum. Dass der Baum als solcher natürlich das Grundmaterial für die Herstellung des Buches liefert, ist ersichtlich, besonders spannend ist aber der immense metaphorische Spielraum, den der Baum auf die Literatur und das Buch bietet: Jeder Baum ist einzigartig, wächst behutsam heran, erste Wurzeln breiten sich aus, über Monate und Jahre wächst der Baum höher, die Krone wird stetig größer und farbiger und entfaltet ihr volles Potenzial. Die Ähnlichkeiten zu einem Buch sind glasklar: Aus einzelnen Wörtern werden Sätze, aus Sätzen Geschichten und aus Geschichten werden Bücher, individuell, farbig und lebendig.