Auf verlorenem Posten
Die „Académie d’Ambronay“ kämpft gegen katastrophale akustische Verhältnisse im Hof der Abtei Neumünster
Unter der Leitung von Amandine Beyer interpretierte die „Académie d’Ambronay“ im Hof der Abtei Neumünster Werke von Antonio Vivaldi, Tomaso Albinoni, Johann Adolf Hasse und Evaristo Felice Dall’Abaco.
Weltklasse-Violinistin Amandine Beyer rettet das eingefrorene Konzert im Hof der Abtei Neumünster über die Runden Foto: Bertrand Pichène
Sie spielen nur einen Sommer. 20 junge Musiker, ausgewählt aus den besten Hochschulen Europas, proben zwei Wochen lang gemeinsam in der Abtei von Ambronay, einer Hochburg der Barockmusik, und touren anschließend durch Europa. Ein mittlerweile bewährtes Kulturprojekt, das, seit seinen Anfängen 1993, Stars wie Ophélie Gaillard oder Patricia Petibon hervorgebracht hat. Freiluftklassik im Stadt-Grund, da erwartet man, wie zu Garnisonszeiten, Trommler und Pfeifer, vielleicht Hörner- und Trompetenschall, aber nein, beim Vivaldi-Venedig-Konzert der „Académie d’Ambronay“ steht die Barockvioline im Fokus; nur ein einsamer Fagottist darf die Bläserriege vertreten.