Schengen
Der Markusberg feiert seinen 90. Geburtstag
Vor 90 Jahren erfanden 85 Schengener Winzer den Markusberg neu. Am Sonntag wurde das Jubiläum auf den Tag genau gefeiert.
Am Sonntagmorgen auf dem Markusberg beim Markushäuschen Foto: Marco Goetz
Auf den Tag genau 90 Jahre nach der feierlichen Einweihung wurde am Sonntagmorgen auf dem Markusberg in Schengen an die Geschichte dieses besonderen Ortes erinnert. Das „Syndicat d’initiative“ Schengen hatte zu einer kleinen Feierstunde eingeladen.
Die Geschichte reicht bis in den strengen Winter 1928/29 zurück, als viele Rebstöcke an der Mosel erfroren. Als Reaktion schlossen sich 1933 insgesamt 85 Schengener Winzer zusammen. Aus zahlreichen kleinen Parzellen entstand eine zusammenhängende Rebfläche von rund 20 Hektar. Am 13. September 1936 wurde der neu angelegte Markusberg im Rahmen einer großen Feier unter den Schutz des heiligen Markus gestellt. Eine wichtige Rolle spielte dabei Marc „Menny“ Collart, der damalige Besitzer des Schengener Schlosses.
Das Markushäuschen selbst ist älter, sein genaues Baujahr ist nicht bekannt. Die dort aufgestellte Statue des heiligen Markus schuf Claus Cito, der auch die „Gëlle Fra“ gestaltete. Auf Initiative des „Syndicat d’initiative“ Schengen wurde der Turm 2016 restauriert und ein Jahr später erneut eingeweiht.