Tier des Tages

Der Mäusebussard: Ein wichtiger Greifvogel unserer Landschaft

Gemeinsam mit dem „Centre de soins pour la faune sauvage“ stellt das Tageblatt während der Sommerferien heimische Wildtiere vor und zeigt, wie verletzte oder geschwächte Tiere in der Pflegestation versorgt werden. Heute stellen wir den Mäusebussard vor.

Der Mäusebussard ist in Luxemburg weit verbreitet

Der Mäusebussard ist in Luxemburg weit verbreitet Foto: Fleegestatioun fir wëll Déieren

Der Mäusebussard ist in Luxemburg weit verbreitet und spielt eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht. Er zeigt eine außergewöhnliche Vielfalt im Gefieder: Von sehr hellen, fast weißen Individuen bis hin zu dunkelbraunen Exemplaren ist nahezu jede Farbvariante möglich. Die meisten Tiere zeigen jedoch Mischformen aus hellen und dunklen Tönen. Auch die Augenfarbe kann variieren, wobei hellere Individuen oft auffällig helle Augen besitzen. Weibchen sind in der Regel etwas größer als Männchen und erreichen eine Körperlänge von bis zu 57 cm bei einer Flügelspannweite von über 120 cm.

Der Mäusebussard: Ein wichtiger Greifvogel unserer Landschaft

Der Mäusebussard (Buteo buteo) lebt meist einzelgängerisch oder in Paaren. Während der Brutzeit verteidigt er sein Revier und den Horst aggressiv gegen Artgenossen und andere Greifvögel. Dank seines ausgezeichneten Sehvermögens kann er Beutetiere bereits aus großer Entfernung erkennen. Oft sitzt er auf erhöhten Ansitzwarten wie Bäumen oder Pfählen und beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Erst wenn er eine mögliche Beute entdeckt, gleitet oder stößt er gezielt hinab, um sie zu schlagen. Seine Nahrung besteht vor allem aus kleinen Säugetieren wie Mäusen, aber auch aus Amphibien, Reptilien und kleinen Vögeln.

Im Jahr 2025 wurden in der Pflegestation 34 Mäusebussarde versorgt. Die Betreuung dieser Tiere zeigt den hohen Aufwand und die notwendige Erfahrung in der Greifvogelpflege. Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist der Mäusebussard durch Verkehr und Lebensraumverlust gefährdet. In Luxemburg steht er unter vollständigem Schutz und spielt eine zentrale Rolle im natürlichen Gleichgewicht.

Weibchen werden in der Regel größer als Männchen

Weibchen werden in der Regel größer als Männchen Foto: Fleegestatioun fir wëll Déieren

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