Letzte Chance

Der Film „Queer“ läuft nur noch morgen in Luxemburgs Sälen und der Gang ins Kino lohnt sich

Luca Guadagnino hat in seinen Filmen immer wieder die Facettenhaftigkeit menschlichen Begehrens erforscht. Sein neuer Film „Queer“ handelt vom homosexuellen männlichen Begehren nach einer Romanvorlage des amerikanischen Schriftstellers William S. Burroughs für den er einen leidenschaftlich suchenden Daniel Craig in Szene setzt.

Daniel Craig (l.) and Drew Starkey (r.) in Queer (2024)

Daniel Craig (l.) and Drew Starkey (r.) in Queer (2024) Quelle: imdb.com

„Come as you are“ – der Song der Grungeband Nirvana liegt programmatisch über den Bildern, wenn Lee (Daniel Craig) durch die Straßen von Mexiko-Stadt der Fünfzigerjahre schlendert. Die tiefen, dumpfen Gitarrenriffs korrelieren eindrücklich mit dem Zeitlupen-Effekt, der das Gezeigte ungemein entschleunigt. Denn darum geht es in „Queer“, dem neuen Film des italienischen Regisseurs Luca Guadagnino: Es geht um einen leidenschaftlich-verzweifelten Ausbruch homosexuellen Begehrens, ein Begehren, das für seinen Protagonisten auch eine Identitätsfindung ist.

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