Uni.lu
Dekanin der Rechtsfakultät Katalin Ligeti tritt nach öffentlichem Druck zurück
Katalin Ligeti, Dekanin der Fakultät für Recht, Wirtschaft und Finanzen der Universität Luxemburg, tritt zum 31. Mai zurück. Sie stand zuletzt wegen Vorwürfen rund um Interessenkonflikte und versuchter Wahlbeeinflussung unter Druck.
Katalin Ligeti legt ihr Amt zum 31. Mai nieder Portrait: Hervé Montaigu/Editpress; Foto: Julien Garroy/Editpress
Katalin Ligeti, Dekanin der Fakultät für Recht, Wirtschaft und Finanzen (FDEF) der Universität Luxemburg, hat ihren Rücktritt zum 31. Mai eingereicht. Laut Pressemitteilung der Universität teilt sie diese Entscheidung der Fakultät am Dienstag per E-Mail mit. Zuletzt stand sie wegen verschiedener Vorwürfe unter Druck – darunter der unsachgemäße Umgang mit Interessenkonflikten bei der Rekrutierung neuen akademischen Personals sowie der Versuch, bei den letzten Wahlen zum Conseil universitaire die Studentenvertreter zu beeinflussen. Diese Vorwürfe hatte Ligeti gegenüber RTL bestritten. In ihrer E-Mail nannte sie keine Gründe für den Rücktritt, sondern verwies laut dem Sender hauptsächlich auf ihre Erfolge.
Der Rücktritt kommt nach monatelangem, öffentlichem Druck. Im März 2026 hatte Ligeti noch Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe vor den Wahlen zum Conseil universitaire im November 2023 versucht, Studierende in ihrem Abstimmungsverhalten zu beeinflussen. RTL lagen jedoch Kommunikationen vor, wonach Studierende von der Dekanin sowie einer weiteren Professorin in ihrem Namen kontaktiert worden seien, um ihnen eine bestimmte Kandidatin zu empfehlen. Die betroffenen Studierenden hatten dies während der Wahl zu Protokoll gegeben und sich daraufhin mehrheitlich der Stimme enthalten.
Ligeti hatte den Posten der Dekanin am 15. Mai 2017 von dem Juristen Stefan Baum übernommen.