Esch/Alzette
Dauerthema ArcelorMittal: Generalversammlung des Interessenvereins Bruch
Das Hauptanliegen des Interessenvereins Bruch betrifft die Belästigung durch Schlackenstaub, der bei den Anrainern des Stahlwerkes von Arcelor Mittel für eine erhebliche Verschmutzung des Wohnviertels sorgt, die Rede geht gar von irreversiblen Schäden. Auch die Lärmbelästigung durch den Schrottplatz des Stahlwerkes ist ein Dauerthema des Interessenvereins.
Bürgermeister Christian Weis (r.) versprach, dass die Gemeindedienste eine Antwort auf sämtliche Anliegen geben werden Foto: Paul Huybrechts
Der Vorstand traf sich im vergangenen Jahr achtmal, um die Dossiers mit den Anliegen vorzubereiten und an die Gemeinde respektive ArcelorMittal weiterzuleiten. Man klage mittlerweile auf hohem Niveau, so der Präsident Jacques Muller, vieles wurde bereits behoben und das Viertel sei eigentlich ganz in Ordnung, Lärm- und Schmutzbelästigung vom Stahlwerk ausgenommen. Demzufolge dankte er der Gemeinde für ihr offenes Ohr und das rasche Umsetzten der Forderungen. Der Aktivitätenbericht des Interessenvereins ist vom Dossier ArcelorMittal geprägt. Auf Einladung von ArcelorMittal besichtigten drei Mitglieder des IV-Vorstandes das Stahlwerk, um die größten Geräuschquellen zu identifizieren. Danach verschlechterte sich die Situation derart, dass der Interessenverein kurzerhand eine Bürgerversammlung in Präsenz der Gemeindeautoritäten einberief. Rund 60 Bürger nahmen teil, die Berichterstattung erfolgte in Presse und Fernsehen. Positiv gewertet wird der Fakt, dass die Versammlungen zwischen Arcelor-Mittal, Gemeinde und Umweltverwaltung nach einer längeren covidbedingten Pause wieder aufgenommen wurden.