Prostitution in Luxemburg
Das schwere Los von Sexarbeiterinnen während der Corona-Krise
Von März bis Mai herrschte in Luxemburg Stillstand – und auch das städtische Rotlichtmilieu bekam die Corona-Krise zu spüren. Nach Aufhebung des Lockdowns haben sich die Straßen der Stadt wieder mit Leben gefüllt, doch die Nachwirkungen sind spürbar. Im Drop-in der „Croix-Rouge“ erhalten Prostituierte, aber auch Drogenabhängige materielle, psychologische sowie medizinische Unterstützung. Travestiekünstlerin Sabrina* und die Drop-in-Verantwortliche Tessy Funck kennen die prekäre Lage des Milieus, das durch Covid-19 nun noch mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden ist. Die Krise könnte gravierende Folgen für Sexarbeiter haben.
Die rue de Strasbourg ist in ganz Luxemburg bekannt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das „Garer Quartier“ lebt wieder. An den Ecken der rue de Hollerich, rue de Strasbourg und Umgebung zeigt sich das gewohnte Bild: Sexarbeiterinnen warten auf potenzielle Kunden. Wer allerdings während der Quarantäne durch die städtischen Häuserblöcke fuhr, dem fiel vor allem eines ins Auge: gähnende Leere. Der Anblick mag wohl wenig verwundert haben, schließlich galt die Ausgangssperre für (quasi) jeden. Doch während die gewohnte Präsenz von Kassierern, Busfahrern und Polizisten weiterhin als normal abgestempelt wurde, blieb die Abwesenheit anderer „Dauerarbeiter“ des Viertels eher im Schatten versteckt.