Diekirch/Gilsdorf
Das Wasser wartet nicht: Regionale und nationale Schwachpunkte in Luxemburgs Hochwasserschutzmaßnahmen
Im Jahre 1995 wurde in der Distriktshauptstadt Diekirch eine Arbeitsgruppe „Héichwaasser“ gegründet. Einer der Gründungsmitglieder war der LSAP-Gemeinderat bzw. Schöffe René Blum, engagierter Mitverantwortlicher der von 1995 bis 2005 in Diekirch ausgeführten Hochwasserschutzmaßnahmen, die sich im Juli letzten Jahres ein weiteres Mal bewährt haben. Und dennoch gibt es Schwachpunkte und Probleme, die aber nicht lokal, sondern regional und auch national einer Lösung zugeführt werden müssten. Doch genau da drücke der Schuh, so René Blum im Gespräch mit dem Tageblatt.
Eine Vertiefung des Bachbettes der „Tirelbaach“ unter den verschiedenen Brücken und Überdeckungen in Gilsdorf drängt sich seit Jahren auf Foto: Roger Infalt
„Seit den Überschwemmungen von 1993 und 1995 habe ich mich als langjähriges Gemeinderatsmitglied respektiv als Schöffe der Gemeinde Diekirch mit dem Problem Hochwasser beschäftigt“, so René Blum heute. „Man kann es nicht oft genug sagen: Die Hochwasserschutzmaßnahmen, die wir in Diekirch als Gemeinde, mit Hilfe des Staates, zwischen 1995 und 2005 an der Sauer durchführten, haben auch beim Extremhochwasser im Juli letzten Jahres ihren Zweck vollkommen erfüllt. Der Pegelstand hatte zwar einen sehr kritischen Punkt erreicht und lag nur noch 20 Zentimeter unterhalb der Höhe, die die Schutzwände zulassen, doch die Schutzmaßnahmen konnten ein Debakel, wie es die Stadt Echternach – um nur dieses Beispiel zu nennen – erlebte, vermeiden.“