Wegen Abwasserbelastung

Das Umweltministerium zieht beim Minett-Kompost die Reißleine

Die Minett-Kompost-Anlage lässt seit Jahren Schmutzwasser in die Umwelt und die Kanalisation, zum Verdruss der zuständigen Behörden. Nun greift das Umweltministerium durch und setzt dem Syndikat eine Frist von einem Monat, um sich an die Vorgaben zu halten.

Die Minett-Kompost-Anlage verwertet u.a. den Biomüll aus dem Großherzogtum

Die Minett-Kompost-Anlage verwertet u.a. den Biomüll aus dem Großherzogtum Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Das Kompostierungszentrum Minett-Kompost in Monnerich lässt sein stark belastetes Schmutzwasser seit Jahrzehnten in die Natur und in die Kanalisation laufen. Öffentlich wurde dies erstmals 2023 nach einer Kontrolle durch die „Administration de la gestion de l’eau“ (AGE). Einerseits verschmutzt das mit organischen Stoffen belastete Abwasser die Umwelt, allem voran den Kiemelbach und die Alzette. Andererseits wird die Kläranlage in Schifflingen (Sivec) stark beansprucht. Damit soll nun Schluss sein. Tageblatt-Informationen zufolge hat das Umweltministerium die Reißleine gezogen und das Syndikat Minett-Kompost vergangene Woche dazu aufgefordert, die Abwasserentsorgung in den Kiemelbach unverzüglich zu stoppen.

Das Ministerium ordnete außerdem an, dass weder Sickerwasser aus der Kompostierungs- und Methanisierungsanlage noch Presssäfte in die öffentliche Abwasserkanalisation eingeleitet werden dürfen.

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