Comeback der Marie-Astrid
Das Schiff soll Botschafterin des grenzenlosen Europas werden
Ein Traum wird Wirklichkeit. Die Marie-Astrid kehrt zurück. Das Schiff, auf dem die beiden Verträge von Schengen unterschrieben wurden, wird zurzeit in der Lux-Werft nahe Bonn renoviert und modernisiert. Spätestens am 14. Juni 2025 wird das Schiff in Schengen zurückerwartet. Als „Prinzessin Marie-Astrid-Europa“ und Teil eines neuen Museumskonzeptes im Dreiländereck an der Mosel. Rund 18 Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen.
Beim Ortsbesuch in der Werft am Rhein nahe Bonn wird auch der neue Name enthüllt Foto: Editpress/Alain Rischard
Es hat etwas von einer Zeitreise. Gut drei Stunden dauert die Fahrt mit dem Bus nach Mondorf am Rhein. Dort in der Lux-Werft wird Ende 1984, Anfang 1985 ein Touristenboot gebaut. Unter dem Namen „Princesse Marie-Astrid“ fährt es von 1985 bis 1992 auf der Mosel. Anschließend wird es nach Deutschland verkauft, wo das Schiff als „Regensburg“ mit Touristen über die Donau fährt. Über all dies würde heute wohl kaum mehr einer reden, wenn in den Jahren unter Luxemburger Flagge nicht die Abkommen von Schengen eben auf diesem Boot unterschrieben worden wären.