Esch

Das Dorf und seine ersten Bürgermeister: Die Geschichte von Egide und Jean van Dyck 

Wandyck, Vandyck oder Van Dyck: Die ersten Bürgermeister von Esch trugen diesen Namen. Vater Egide und Sohn Jean bestimmten die Geschicke der Gemeinde in der Zeit rund um die Französische Revolution. Damals war Esch nicht mehr als ein ländlich geprägtes Dorf. 

Jean van Dyck (Vandyck) war ein progressiv denkender Mensch. Er bestand darauf, fotografiert zu werden und reiste deshalb nach Metz, wo der einzige Fotograf der Region zu Hause war. 

Jean van Dyck (Vandyck) war ein progressiv denkender Mensch. Er bestand darauf, fotografiert zu werden und reiste deshalb nach Metz, wo der einzige Fotograf der Region zu Hause war.  Archiv Stadt Esch

Es waren spannende Zeiten. Nachdem das 18. Jahrhundert lange eine Zeit des Friedens und des Wohlstands war, erschütterte die Französische Revolution die Grundordnung in Europa. Davon war auch Luxemburg betroffen. Bis 1795 gehörte das Land innerhalb des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation der österreichischen Linie der Habsburger an. Doch dann besetzten französische Revolutionstruppen im Frühjahr 1794 das Land und belagerten die Festung. Im Juni 1795 kapitulierten die österreichischen Soldaten und Luxemburg wurde Teil des „Département des Forêts“ der Republik Frankreich. Die Bevölkerung wehrte sich, 1798 lehnten sich mehrere hundert Bauern gegen die republikanischen Truppen im sogenannten „Klëppelkrich“ auf. Unter Napoleon, der 1804 Kaiser Frankreichs wurde, stieg die Akzeptanz der Luxemburger Bevölkerung gegenüber den Besatzern. Der „Code Napoléon“ räumte der bürgerlichen Bevölkerung nämlich größere Freiheiten ein. 

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